Hagen Rether
Hagen Rether
Liebe
Info
„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“.
In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.
Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.
Termine
8. Mai 2027 um 19 Uhr
9. Mai 2027 um 18 Uhr
Preis
17,00 € bis 44,00 €
Presse
Süddeutsche Zeitung: „Sprachlich so geschliffen und knallhart wie kein anderer wehrt sich da ein von der Welt enttäuschter Intellektueller, betreibt eine verletzte Seele Aufklärung in ihrer furiosesten Form, mit allem, was das Arsenal an Ironie, Sarkasmus und Zynismus hergibt. Nach wie vor einzigartig.“
Ein Abend mit Hagen Rether ist tatsächlich weniger Kabarett, sondern großes Welttheater.
Entdecken Sie uns digital!
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CABARET unser Dauerbrenner, mit Tim Fischer an der Spitze des Ensembles, der im Mai 2023 wieder auf die Bühne des Hansa-Theatersaals kommen soll.
MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER, die erfolgreiche Bühnenfassung der französischen Kino-Komödie mit Michael Prelle in der Titeltrolle.
ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN, war über 11 Jahre lang eine never-ending Story, mit Eva Mattes und Angela Winkler als die mordsüchtigen Schwestern Brewster und Uwe Bohm als ihrem vermeintlichen Neffen.
NACHTTANKSTELLE, das Kultstück von Franz Wittenbrink, das als ultimatives Weihnachtsmärchen für Erwachsene.
EINE STUNDE RUHE, ein Stück wie ein Wirbelwind, nach dem man sich wirklich nach einem Lock-down sehnt mit Herbert Knaup, Johanna Christine Gehlen und Leslie Malton.
HEILIG ABEND, von Daniel Kehlmann, eine Liebesgeschichte in Zeiten des Terrors mit Barbara Auer und Johann von Bülow war zwei Spielzeiten lang ein großer Erfolg Anfang des Jahres.
ENDSTATION SEHNSUCHT, das Kultstück von Tennessee Williams mit Ben Becker als Stanley Kowalski.
THE KINGS SPEECH, zeigt dass England mit einem vermeintlich schwachen, aber dann starken König seine Probleme einmal ganz anders lösen konnte als heute mit dem europafeindlichen Irrwisch Boris Johnson.
TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN, das Stück zur Zeit, in der Lebens- und Existenzängste wie lange nicht unser Dasein bestimmen. Mit Burghart Klaußner in der Titelrolle, in einer berührenden Inszenierung des unvergessenen Regisseurs Wilfried Minks.
SONNY BOYS, der Klassiker für Komiker-Paare. Meisterhaft gespielt von Gerhard Garbers und Christian Redl.
SECHS TANZSTUNDEN IN SECHS WOCHEN, eine kleine Erinnerung an die wunderbare Schauspielerin Monica Bleibtreu, die zusammen mit ihrem kongenialen Partner Gustav Peter Wöhler ein für diese Tage perfektes Hometraining-Programm präsentiert, inszeniert von dem ebenfalls unvergessenen Regisseur Horst Königstein.
DER LORD VON BARMBECK, noch eine Kiezgeschichte über den berühmten Einbrecherkönig von Hamburg, mit Ulrich Tukur als Lord und Gerhard Garbers als seinem Gegenspieler.
Ausführliche Informationen zu diesen und weiteren Produktionen erhalten Sie in unserem Archiv.
LATE NIGHT POETRY SLAM
LATE NIGHT POETRY SLAM
Eine Veranstaltung vom Kampf der Künste in Zusammenarbeit mit dem St. Pauli Theater
Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.
Weitere Informationen finden Sie hier
Die Vorstellung vom 16.5.2020 wurde auf den 28.12.2020 um 22.30 Uhr verlegt.
Selbstverständlich behalten Ihre Karten ihre Gültigkeit und Sie müssen nichts weiter tun, als diese bis zum genannten Vorstellungstermin aufzubewahren.
Info
Bühnenliteratur trifft zu später Stunde auf eines der traditionsreichsten Häuser Deutschlands: Poetry Slam goes Late Night im St. Pauli Theater!
Ein Poetry Slam ist ein Live-Dichterwettstreit, weit ab von einer klassischen Wasserglaslesung, denn die Poet*innen verausgaben sich auf der Bühne, es wird geschrien und performed, der Text ist ein Gefühl und die Slammer*innen leben ihn. Nur das Textblatt und die Stimme sind erlaubt, keine Requisiten und es gilt ein strenges Zeitlimit.
Beim Late Night Poetry Slam bringt Kampf der Künste einige der besten deutschsprachigen Poet*innen zu uns ins St. Pauli Theater. Hier auf der Reeperbahn wird mit Worten gekämpft bis jeder Hip Hop Club auf der Meile neidisch wird. Reeperbahn trifft auf Hochglanz-Poesie und bissige Pointen. Lyrik, Spoken Word, Comedy, lustige Poeme und ernste Kurzgeschichten treffen aufs älteste Privattheater Hamburgs. Und im Finale wird dann das Publikum entscheiden: Wer erreicht den Titel des St. Pauli Slam-Champion*nesse?
Perfekt für Nachtschwärmer und alle, die nach 22 Uhr noch raus dürfen. Oder Mutti kommt mit.
Termin
16. Mai -> verlegt auf den 28. Dezember
Beginn: 22.30 Uhr
Preise
19,90 € und 24,90 €
Dauer
ca. 120 Minuten, keine Pause
Die Jungs mit dem Tüdelband
Die Jungs mit dem Tüdelband
Die Gebrüder Wolf-Story
Stückinfo
„Klau’n klau’n Appel wüllt wi klau’n“ – jeder in Hamburg kennt das Lied vom „Jung mit dem Tüdelband“, aber kaum einer kennt die Geschichte. Es stammt von den Brüdern Wolf, (eigentlich Isaac), die als Hamburger Ewerführer „Fietje“ und „Tetje“ ihre Lieder zusammen mit aktuell gewürzten plattdeutschen Döntjes servierten. Das Lied „Snuten und Poten“ war 1910 ihr erster Hit, mit ihrer Revue „Rund um die Alster“ gelang ihnen der große Durchbruch. Sie wurden damit zu Komiker-Stars in Hamburg und darüber hinaus.
In den zwanziger Jahren wurden ihre Lieder dann von allen bekannten Schallplatten-herstellern vertrieben. Auftritte auf fast allen Hamburger Bühnen – auch dem St. Pauli Theater, damals Ernst Drucker Theater – und Gastspiele von Bergen bis nach Wien folgten. Aber nicht nur als Bühnenstars, auch als Unternehmer machten sie sich einen Namen. Nicht nur das Hamburger Operettenhaus, auch andere Theater waren in ihrem Besitz, sie vertrieben über ihren eigenen Verlag auch die Textblätter ihrer bekannten Couplets.
Doch trotz ihrer Beliebtheit und ihres Erfolges spürten sie die antisemitischen Strömungen in Deutschland bereits in den 20er Jahren. Ihre Reaktion: Sie nahmen den Künstlernamen Wolf nun auch als Familiennamen an. Nach der Machtergreifung nützte das jedoch nichts, sie erhielten Auftrittsverbot. Ihre populären Lieder wurden von den Hamburgern zwar weiterhin gesungen, waren von nun an aber als Hamburger Volkslieder deklariert.
Die Gebrüder Wolf gerieten in Vergessenheit bis der Hamburger Filmemacher Jens Huckeriede und Ulrich Waller, der damalige Intendant der Hamburger Kammerspiele, auf die Geschichte aufmerksam wurden. Waller brachte „Die Jungs mit dem Tüdelband“ auf die Bühne in der Hartungstraße, im Februar 2002 war umjubelte Premiere.
Nun wird die Kult-Produktion wieder aufgenommen mit „Snuten un Poten, „Dat Paddelboot“, „Immer an der Wand lang“, „De kugelrunde Deern“ und vielen anderen wunderbaren alten Liedern.
Schauspieler und Kreativteam
Mit: Peter Franke, Gerhard Garbers
Buch und Regie: Ulrich Waller
Bühne: Raimund Bauer
Kostüme: Ilse Welter
Musikalische Leitung: Gerd Bellmann
Wiederaufnahme
29. September 2004
Dauer
ca. 2 Stunden und 15 Minuten, inkl. Pause
Pressestimmen
Hamburger Abendblatt: „Eine Aufführung mit Kultcharakter.“
Die Welt: „Wundervollstes Theater.“
Hamburger Morgenpost: „Die Zuschauer waren tief beglückt, wie ganz selten im Theater.“
stefan gwildis liest und singt. storm. der schimmelreiter
stefan gwildis liest und singt. storm. der schimmelreiter
Lesung mit Musik
Der Hamburger Sänger und Songwriter Stefan Gwildis zählt zu den erfolgreichsten, wandlungsfähigsten und beständigsten Künstlern innerhalb der deutschsprachigen Musiklandschaft. Zum 200. Geburtstag von Theodor Storm erfüllte sich Stefan Gwildis mit dem am 25.01.2017 veröffentlichten Hörbuch „gwildis liest storm. der schimmelreiter“ einen lang gehegten Herzenswunsch.
Auf dem Album „gwildis liest storm. der schimmelreiter“ präsentiert Stefan Gwildis eine Neuinterpretation der gleichnamigen Theodor Storm-Novelle aus der Feder von Dr. Sonja Valentin als eindringliche Lesung. „Ich war schon immer ein Radio-Fan und liebe Hörspiele und vorgelesene Geschichten. Storms ‚Der Schimmelreiter‘ ist ein unsterblicher Klassiker; es lag einfach nahe eine eingedampfte Fassung aufzunehmen. Die Erzählung vom mathematisch hochbegabten, ehrgeizigen Deichgrafen Hauke Haien gehört zum festen Repertoire der Mythen und Sagen des Nordens. Storms Held, der die Allmacht Gottes bezweifelt und den Kampf gegen die Naturgewalten aufnimmt, fasziniert und fesselt uns bis heute. Er war ein Visionär, seiner Zeit voraus, ein Liebender, auch ein Besessener – und ein tragisch Scheiternder.“
Mit seiner unverwechselbaren Baritonstimme verleiht Stefan Gwildis der 1888 erschienenen Novelle des großen deutschen Lyrikers und Schriftstellers ganz neues Leben: Begleitet von Tobias Neumann am Klavier und Hagen Kuhr am Cello entführt Gwildis seine Hörer auf eine düster-beklemmende Zeitreise ins sturmfluten-gepeitschte Nordfriesland des frühen 19. Jahrhunderts, um mit seiner ganz eigenen Fassung die gespenstische Sage um die tragische Gestalt Hauke Haien wiederauferstehen zu lassen. Parallel zur Veröffentlichung der „gwildis liest storm. der schimmelreiter“-CD ist Stefan Gwildis gemeinsam mit seinem kleinen Begleitensemble in ganz intimen Rahmen auf Lese-Tour durch ausgesuchte Konzertsäle unterwegs – die Zuschauer erwartet ein einzigartiges Liveerlebnis in bewusst klein gehaltener und aufs Wesentliche reduzierter Kulisse. Wer sich heute noch vage an die Schullektüre von „Der Schimmelreiter“ erinnern kann, wird von Stefan Gwildis‘ 80-minütiger Interpretation überrascht sein und vielleicht sogar einen ganz neuen Zugang zu Storms weltberühmter Novelle finden!
Mit: Stefan Gwildis
Textfassung und Regie: Sonja Valentin
Termin
31. Januar 2027
Beginn: 18 Uhr
Preise
29 € und 39 €
Schüler/innen, Studierende und Auszubildende: 50 % des Kartennettopreises
Dauer
ca. 100 Minuten, ohne Pause
„Großartig, wie Stefan Gwildis die einzelnen Charaktere zum Leben erweckt. Norddeutsch-knorrige Stimmen, die perfekt in Storms Novelle passen. (…) Dazu die Musik, die Gwildis selbst komponiert hat: Ein wiederkehrendes Walzerthema, mal dramatisch, mal romantisch, je nach Stimmung. Das fügt sich zu einer wunderbar dichten Atmosphäre zusammen – was sich auch an der atemlosen Stille im Publikum während der fast 80-minütigen Lesung zeigte. Die Legende vom „Schimmelreiter“ – sie fasziniert noch immer. Ganz besonders, wenn Sie so leidenschaftlich vorgetragen wird wie von Stefan Gwildis.“
NDR Kultur, 26.01.2017
Alfons
Alfons
jetzt noch deutscherer
Warum nur eine nehmen, wenn man zwei haben kann? Zwei Staatsbürgerschaften zum Beispiel? Klingt einfach, ist es aber nicht: „Franzose UND Deutscher zugleich, das ist ein Widerspruch in sich!“, sagt ALFONS. Und er weiß auch, warum: „Deutsche sind diszipliniert, pünktlich und effizient – Franzosen sind normal!“ Und dennoch: Der rasende Reporter mit Trainingsjacke und Puschelmikro ist das Wagnis eingegangen – und hat nun ein Programm daraus gemacht:
In „ALFONS – Jetzt noch deutscherer“ erzählt er die Geschichte seiner Deutschwerdung, von den zauberhaften, sonnigen Kindheitstagen in Frankreich bis hin zum betörend samtigen Grau deutscher Amtsstuben. Und ALFONS kommt nicht allein, sondern in überaus charmanter Begleitung: Von Flügelklängen umspielt wird seine Geschichte immer wieder zum musikalischen Pas de deux, mal humoristisch, mal nachdenklich, oft völlig überraschend.
„ALFONS – Jetzt noch deutscherer“ ist eine wunderbare Mélange aus Theater und Kabarett – und zugleich noch viel mehr als die Summe dieser Zutaten. Ein Abend mit anhaltenden Nachwirkungen: Tränen in den Augen, Wärme im Herzen – und Kater in den Lachmuskeln. So, wie Sie es nur bei ALFONS erleben.
Termin
16. November 2026
Beginn: 19.30 Uhr
Preise
17,90 € – 37,90 €
Dauer
ca. 160 Minuten, inkl. Pause
Bayerischer Kabarettpreises 2019 (Hauptpreis)
Deutscher Kleinkunstpreis 2020
Deutsch Französischer Freundschaftspreis der HomBuch 2021
Bundesverdienstkreuz 2021














