Geheimnisse

Geheimnisse

von Sébastien Blanc
Deutsch von Georg Holzer

Eigentlich wollte Fabien nur, wie jedes Jahr, das Finale der French Open mit seinen besten Freunden anschauen, den Zwillingen Éric und Jérôme. Doch Éric kommt absichtlich zu früh, um Fabien ein großes Geheimnis anzuvertrauen, das das Leben seines Zwillingsbruders, wie auch sein eigenes, grundlegend verändern wird. Kaum ist Éric weg, klingelt Jérôme an der Tür, völlig aufgelöst, und will ebenfalls sein Gewissen erleichtern. Auch er hat ein Geheimnis zu beichten, das seinen Bruder betrifft.
Von beiden qua Freundschaftsschwur zum Stillschweigen verpflichtet, versucht Fabien, die Geheimnisse für sich zu behalten und das sich anbahnende völlige Zerwürfnis der beiden Brüder zu verhindern.

In dieser neuen französischen Gesellschaftskomödie, voller Slapstick und sarkastischem Wortwitz, wird man den Fernsehstar Sebastian Bezzel, bekannt nicht zuletzt durch seine Polizistenfigur Eberhofer in der bayrischen Kultserie und als Titelheld „Hannes“ im neuen Sönke Wortmann-Film „Die Ältern“, in der Doppelrolle der beiden verfeindeten Brüder sehen.

Seit drei Jahren hat Bezzel seine Liebe zum Theater wiederentdeckt und stand zuletzt in „Das perfekte Geheimnis“ und „1h22 vor dem Ende“ auf der St. Pauli Theater-Bühne. An seiner Seite als völlig überforderter Freund Fabien – Götz Otto, bekannt als der James-Bond-Bösewicht aus „Der Morgen stirbt nie“. Götz Otto war zuletzt der exzentrische Hamburger Reeder Rasmussen in „Die Carmen von St. Pauli“ bei uns auf der Bühne.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Sebastian Bezzel, Götz Otto

Regie: Ulrich Waller | Bühne: Annelie Büchner | Kostüme: Ilse Welter

Termine

20. Februar bis 24. Februar sowie 21. und 22. und 24. bis 29. März 2026

Voraufführung am 20. Februar | Premiere: 21. Februar 2026

Beginn: 19.30 Uhr, sonntags 18.00 Uhr

Preise

Sonntag bis Donnerstag: 12 € bis 59 €
Freitag und Samstag: 17 € bis 65 €

Schüler/innen, Studierende und Auszubildende: 50 % des Kartennettopreises

Dauer

ca. 80 Minuten, keine Pause

„Nach 80 Minuten lauter Jubel im St. Pauli Theater. Super Timing und schneller Wortwitz. Man spürt den Spaß, den die beiden Schauspieler an der französischen Komödie haben.“   NDR-Hamburg-Journal

„Die Besetzung ist natürlich der Clou des Abends. Während Götz Otto als Fabien zunehmend verzweifelt den unfreiwilligen Geheimnisträger gibt, lässt Sebastian Bezzel in der Doppelrolle Éric/Jérôme Korken und Türen knallen: Egomane raus, Optimist rein. Und umgekehrt. Er macht das so glänzend, dass man beim Schlussapplaus kurz irritiert ist, daß sich nur zwei Schauspieler verbeugen. Viele Lacher und großer, gar nicht enden wollender Premierenjubel. Das muss übrigens keineswegs unter uns bleiben. Sagen Sie‘s ruhig weiter.“   Hamburger Abendblatt

Die Komödie „Geheimnisse“ von Sébastien Blanc enthüllt am St. Pauli Theater in der Regie von Ulrich Waller die unglückliche Dynamik einer Dreierkonstellation in einem Zweipersonenstück – glänzend gespielt von Sebastian Bezzel und Götz Otto.
Götz Otto spielt Fabien, den Beichtvater wider Willen, der immer nur versucht, niemanden zu verletzen, ganz wunderbar verwundbar. Sebastian Bezzel spielt beide Brüder – als zunächst vermeintlich ungleiches Paar, dessen miese Charakterzüge nach und nach enthüllt werden. Beide schrecken vor Mord nicht zurück, um nicht etwa die Gefühle der jeweils anderen durch die Wahrheit zu belasten. Bezzel steigert sich im Verlauf der knapp anderthalbstündigen Komödie in einen Rausch der falschen, feigen Taten, denn nichts fürchtet er jeweils mehr, als sich mit irgendjemandem auszusprechen, die eigenen Geheimnisse zu enthüllen.
Regisseur Ulrich Waller inszeniert mit gutem Timing, als häute er Schicht für Schicht eine Zwiebel, deren ausströmendes Gas den Zuschauern Lachtränen in die Augen treibt, die sie sich zugleich verwundert reiben müssten.
Die Welt

„Das beste Geheimnis ist das, das man nicht weitererzählt, doch dann gäbe es diese herrliche Komödie nicht. „Geheimnisse“ ist ein Stück voller Slapstick und Wortwitz.“   SAT1


Kunst

Kunst

von Yasmina Reza

Endlich wieder auf dem Spielplan:

Die Kultkomödie der französischen Bestseller-Autorin Yasmina Reza in der legendären Aufführung von H. C. Blumenberg über drei Männer und ein Bild.

Serge (Stephan Schad), ein Hautarzt auf der Suche nach einer neuen Lebens-Ästhetik, hat sich ein Bild gekauft und präsentiert es stolz seinen Freunden – doch die können auf dem Bild nichts erkennen. Denn das Bild ist monochrom und zeigt auf ein Meter sechzig mal ein Meter zwanzig nur eine weiße Fläche, „ganz weiß, mit kleinen weißen Streifen“. Sein Freund Marc (Peter Jordan), der Aeronautik-Ingenieur, versteht nicht, warum Serge für „diese Scheiße“, wie er es nennt, so viel Geld ausgegeben hat. Ist er über Nacht zum Snob geworden? Und welche gemeinsame Basis gibt es noch mit einem Mann, dessen Geschmacksurteil über Nacht so grundlegend ins Wanken geraten ist? Das weiße Bild wird zu einer harten Bewährungsprobe ihrer Freundschaft.

Der dritte im Bunde, Yvan (Sascha Nathan), ein Papierwarenhändler, wollte seine Freunde eigentlich mit der Nachricht seiner späten Verlobung überraschen und hat unerwartete Probleme mit den Hochzeitsvorbereitungen, die sich komplizierter gestalten, als er dachte. Nun soll er, der von Natur aus Konflikten lieber aus dem Weg geht, auch noch in diesem bizarren Kunst-Streit den Schiedsrichter spielen. Doch irgendwann platzt auch dem sanften Yvan der Kragen … Und es wird endgültig klar, dass das weiße Bild sich immer mehr als unbeschriebene Fläche entpuppt, auf die jeder der drei seine Vorstellungen von ihrer Freundschaft hineinprojizieren kann.

Die Komödie „Kunst“ verhandelt die Kunst des Lebens und das Stück wird damit zum Spiegel der Gegenwart. Und zudem machte es Yasmina Reza, die zuletzt ihren Roman „SERGE“ veröffentlichte, zu einer der weltweit meistgespielten Dramatikerinnen.

Schauspieler und Kreativteam

Die Kult-Inszenierung von Hans-Christoph Blumenberg

Eingerichtet von Ulrich Waller

Deutsch von Eugen Helmlé

Mit: Peter Jordan, Sascha Nathan und Stephan Schad

Bühnenbild: Götz Loepelmann | Kostüme: Ilse Welter

Termine

23. bis 27. Mai 2026

Beginn:  jew. 19.30 Uhr

Tickets:

Pfingstspecial: 39,90 €  auf allen Plätzen

Schüler/innen, Studierende und Auszubildende: 50 % des Kartennettopreises

Dauer

ca. 90 Minuten, keine Pause

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Fjarill & Guests

Fjarill & Guests

20 Jahre. Das Jubiläumskonzert
Mit musikalischen Gästen und Wegbegleitern

Seit zwei Jahrzehnten sind Hanmari Spiegel und Aino Löwenmark mit ihrem Duo Fjarill eine musikalische Brücke zwischen Folk, Pop, Jazz und Kammermusik – und zwischen den Kontinenten. Am 14. Juni 2026 lädt Fjarill zu einem ganz besonderen Fest ins Hamburger St. Pauli Theater: Gemeinsam mit zahlreichen musikalischen Wegbegleiter*innen und Gästen feiern sie ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Was das Publikum erwartet, ist mehr als ein Konzert – es ist ein emotionales Erlebnis, geprägt von zarten Zwischentönen, euphorischer Lebendigkeit und poetischer Grenzüberschreitung. Zwei charakterstarke Künstlerinnen, deren Wurzeln in Südafrika und Schweden liegen und die sich in Hamburg gefunden haben, nehmen ihre Gäste mit auf eine Reise durch elf Alben, durch Erinnerungen und musikalische Landschaften voller Vielfalt, Vertrauen und Inspiration.

Fjarill entfaltet einen einzigartigen Klangkosmos: Hanmari Spiegel mit ihrer luftigen und intensiven Geige, Aino Löwenmark mit ihrer verträumten, nordisch-klaren Stimme am Klavier. Dann verschmelzen beide Stimmen zu intensiven Chören, die vor allem auf Schwedisch, aber auch auf Afrikaans, Zulu und Deutsch erklingen. Ihre Musik bewegt sich spielerisch zwischen den Genres und erzeugt eine mitreißende Dynamik, die verbindet – sei es die musikalische Familie, langjährige Freunde oder das Publikum im Saal.

Zum Jubiläumskonzert treten neben den Gastgeberinnen zahlreiche Gäste auf, die Fjarill auf ihrem Weg begleitet haben: MICHY REINCKE, Mentor und erster Plattenverleger, Singer-Songwriter STOPPOK, JÜRGEN SPIEGEL und OMAR RODRIGUEZ-CALVO vom Tingvall Trio, Gitarrist ULRICH RODE, die Sängerinnen und Musikerinnen ANNE DE WOLFF, STEFANIE HEMPEL und IRIS ROMEN (The Joni Mitchell Project), Schauspieler und Sprecher ANDREAS GRÖTZINGER, Akkordeonist HANS-GEORG SPIEGEL, sowie Aino Löwenmarks Sohn und Schlagzeuger AUGUST SPIEGEL – sie alle machen diesen Abend zu einem Fest der musikalischen Freundschaft und Vielfalt.

Das Jubiläum im St. Pauli Theater ist eine Einladung: Kommen Sie, erleben Sie, singen Sie mit – tauchen Sie ein in einen Abend zwischen Seelenschau, Glück und Inspiration. Lassen Sie sich berühren von der Musik, vom starken Band zwischen Hanmari und Aino, von einer Atmosphäre, die Brücken schlägt und Herzen öffnet.

Mit musikalischen Gästen und Wegbegleitern:

MICHY REINCKE, STOPPOK, JÜRGEN SPIEGEL & OMAR RODRIGUEZ-CALVO vom Tingvall Trio, ULRICH ROHDE, ANNE DE WOLFF & STEFANIE HEMPEL & IRIS ROMEN vom The Joni Project, ANDREAS GRÖTZINGER, HANS-GEORG SPIEGEL, AUGUST SPIEGEL …

Termin

14. Juni 2026

Beginn:  18 Uhr

Preise

34 € und 44 €

Dauer

Info folgt

Kartenzum Spielplan

Josef Hader

Josef Hader

HADER ON ICE

Immer is irgendwas. Entweder die Fiaß schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg i wieder ka Luft, wenn i schneller geh. Oder i hab an Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind z’eng. Was is das bitte? – Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat’s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt’s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat’s doch früher net geb’n! Wenn die dich stechen, kriegst einen Dippel, der geht monatelang net weg! Wahrscheinlich san die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zua! Seit i nimmer aus’n Haus geh.

Meine Theorie is, die Pflanzen woll’n die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen hab’n einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock’n’ Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh Photosynthese.

Regie: Petra Dobetsberger

Termine

10. und 11. November 2026

Beginn:  jew. 19.30 Uhr

Preise

17 € bis 44 €

Dauer

ca. 120 Minuten, inkl. Pause

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

„Larmoyant. Zynisch. Borstig und bösartig.“
Werner Rosenberger, KURIER

„Ein Horrortrip in die tiefe Provinz des Geistes“
Cathrin Kahlweit, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Poetische Bilder, markerschütternde Wendungen, brutal komische Gags“
Sebastian Hofer, PROFIL

„Ein Meisterstück an melancholischem Zynismus“
Martin Pesl, FALTER


Die Freundschaft

Die Freundschaft

nach Connie Palmen

Connie Palmens Roman erzählt von der Selbsterforschung eines Mädchens, das durch ihre Schulfreundin lernt, ihrem eigenen Kopf zu folgen und sich
von falschen, durch Elternhaus und Gesellschaft tradierten Vorstellungen zu befreien.

„Die Freundschaft“ beschreibt die ungewöhnliche Beziehung zweier ungleicher Frauen, die sich ein Leben lang lieben, verletzen und hinterfragen – ein Text über Gegensätze, ihre Anziehungskraft und die rätselhafte Verbindung von Körper und Geist.

Dania Hohmanns Adaption beschränkt sich nicht auf die Protagonistin, sondern bringt auch Nebenfiguren wie die Mutter und Kits Liebhaber auf die Bühne. Ergänzt wird der Cast durch Tänzerinnen und Tänzer, die zum Text assoziative Bilder entstehen lassen. Josephin Busch wurde bekannt als das „Mädchen aus Ostberlin“ im Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“, 2012 war ihr Filmdebut in Christian Schwochows „Der Turm“, von 2015 bis 2024 war sie die Kommissarin Lucy Elbe in der Serie „Letzte Spur Berlin“.

„Empathisch, raffiniert und psychologisch klug.“ Die taz über Connie Palmen

Mit: Josephin Busch

Ensemble: René Becker, Bernadette Fröhlich, Juliane Mifka, Suzana Novosel, Rhys George

Regie: Dania Hohmann | Choreografie: Eleonora Talamini | Komposition: Manuel R. Weber |
Bühne: Georg&Paul | Kostüme: Susann Günther | Mitarbeit Regie: Michelle Fischer

Termine

Uraufführung:  24. April 2026

Weitere Termine: 25. – 26. April 2026

Beginn:  19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr

Preise

13 € bis 34 €

Dauer

Info folgt

Kartenzum Spielplan

Der Bau

Der Bau

nach Franz Kafka
präsentiert vom Hamburger Theater Festival

Das intensive Kammerspiel nach einer Erzählung von Franz Kafka nimmt sein Publikum mit in die Tiefe des Raumes – und des Geistes. In dieser unterirdischen Welt sind Glück und Paranoia eng verschwistert. Hier existiert eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im immerwährenden Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge. »Der Bau« ist eine Parabel über eine Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie ebendiese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn. Ein Erlebnis, wie Max Simonischek dies darstellt.

Mit: Max Simonischek

Regie: Max Simonischek, Bühne: Besim Morina, Harald B. Thor, Kostüm: Modedesign Basman, Beratung Sounds: Daniel Freitag, Licht: Marcus Loran, Dramaturgie: Peter Kastenmüller

Eine Produktion des Burgtheaters Wien

Termine

12. und 13. Juni 2026

Beginn: jew. 20 Uhr

Preise

18 € bis 56 €
(nur an der Theaterkasse: 10 € für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen)

Dauer

ca. 70 Minuten, keine Pause

Weitere Infos zur Veranstaltung

Vorverkauf: Im St. Pauli Theater (Tel.: 040/47 11 06 66 – st-pauli-theater.de), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online über www.hamburgertheaterfestival.de.

Bildmaterial liegt zum Download bereit unter https://www.hamburgertheaterfestival.de/presse.

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

»Die Doppelrolle als Regisseur und Darsteller erlaubt es Simonischek, eine besonders intime Interpretation der Erzählung auf die Bühne zu bringen. Seine intensive Performance lässt das Publikum die zunehmende Paranoia und den Kontrollverlust des Protagonisten miterleben.«
KUNSTREFLEKTOR.AT

»Ohne viel Aufwand passt die Geschichte zu unserer Gegenwart wie die Faust aufs Auge.«
FALTER.AT


Katharina Thalbach

Schatten über dem Nichts – Märchen & Schauergeschichten

Katharina Thalbach

Musik: Michael Sele & Stefania Verità

Willkommen in der Welt des kunstvoll-schönen Grauens!

Willkommen in der Schwarzen Romantik!

Vampire und Gespenster, böse Stiefmütter und Dämonen – die Schauerromantik gab dem Grotesken und Schrecklichen eine erhabene Schönheit und tauchte ein in die Nachtseiten der menschlichen Seele.  Es ist Weltliteratur! Von Bram Stoker, Edgar Allen Poe bis zu Heinrich Heine lassen die Ausnahme-Schauspielerin und die musikalischen Ästheten der Melancholie Spukgestalten und Geschichten der Schwarzen Romantik auferstehen.
Die einem breiten Publikum bekannte und einzigartige deutsche Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach gehört zu den ganz besonderen Bühnenkünstlerinnen. Mit ihrer immensen Spiel­freude voll Humor, ihrer leidenschaftlichen Darstellung und sprachlichen Brillanz werden Märchen und Geschichten wahr!
Der charismatische Sänger und Songwriter Michael Sele feiert mit seiner Band The Beauty of Gemina seit Jahren internationale Erfolge. Mit seinen Songs und Kompositionen bewegt er sich gekonnt zwischen den Welten:  Dichte, hypnotische Sounds zelebrieren eine Musik voll dunkler Eleganz, die doch eine warme und berührende Vertrautheit schafft. Begleitet wird er von der für ihre intensiven Interpretationen international bekannten Cellistin Stefania Verità.
Gemeinsam entführen sie das Publikum auf eine Reise in die unheimlich-gespenstische Welt des Fantastischen.

Empfohlen ab 14 Jahren

Weitere Informationen unter: www.schattenueberdemnichts.com

Mit: Katharina Thalbach

Musik: Michael Sele (Bandleader von The Beauty of Gemina Acoustic)  § Stefania Verità (Cellistin bei The Beauty of Gemina Trio+)

Eine Produktion von Furler Productions

Termin

3. Mai 2026

Beginn:  18 Uhr

Preise

44,00 € und 54,00 €

Dauer

ca. 2,5 Std. mit Pause

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

Virtuos! Weit über eine normale Lesung hinausgehend. Ein Programm zwischen Spannung und Philosophie.
Die Glocke

Ein atmosphärischer Sog zwischen Wort und Klang. Ein Trio das einen ganzen Kosmos eröffnet. Reine, dunkle Poesie. Schaurig schön. Mehr davon!
Neue Westfälische

Ein wahrlich gelungener Gruselabend.
Iserlohner Kleinanzeiger

Ein unvergessliches Erlebnis. Eine Atmosphäre mit Sogwirkung.
Lindauer Zeitung

Stehende Ovationen! Die Meisterin der kunstvollen Rezitation liefert gemeinsam mit den Musikern großes Theater.
Der Patriot


Blind

Blind

von Lot Vekemans
aus dem Niederländischen von
Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Die niederländische Erfolgs-Dramatikerin Lot Vekemans trifft mit ihrem neuen Stück den Nerv der Zeit. Mit großer Sensibilität erzählt sie von Vater und Tochter, gespielt von Gustav Peter Wöhler und Nadja Petri, die unvereinbar scheinende Haltungen zu gesellschaftlichen und politischen Themen haben, und fragt, wie diese Konflikte überwunden werden können.

Nach dem Tod seiner Frau lebt Richard abgeschottet in einer streng bewachten Gated Community. Seine langjährige Haushälterin hat er ohne ersichtlichen Grund entlassen. Nun nimmt er seine einzige Tochter Helen in die Pflicht, ihn zu versorgen, da er zunehmend pflegebedürftig sein wird. Zwischen Vater und Tochter herrschte lange Funkstille, trennte die beiden doch mehr, als sie verband.

Richard – als ehemaliger erfolgreicher Ingenieur für Wasserwirtschaft immer noch mit einem großen Ego ausgestattet – respektiert weder Helens idealistische Berufsauffassung als Anwältin von sozial Benachteiligten noch die Wahl ihres Ehemanns, eines Schwarzen Intellektuellen. Helen wiederum wirft ihm vor, sich den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu entziehen, in der bewusster über Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und Rassismus nachgedacht wird und in der nur der sorgsamere Umgang mit den knappen Ressourcen der Natur die Existenz nachfolgender Generationen garantiert.

Bei einer der Stippvisiten der Tochter schließen sich die elektrischen Rollläden automatisch – so wie es bei einem Überfall vorgesehen ist. Vater und Tochter sind gezwungen, miteinander 24 Stunden zu verbringen.

Das ist die Situation eines ähnlich spannenden Diskurses mit so glasklaren, brillanten Dialogen, wie bei Vekemans letztem Stück „Gift“, das hier beim Hamburger Theaterfestivals 2014 zu sehen war. Und wieder gelingt Vekemans ein grandioses Familiendrama zur Frage «Wie sollen wir miteinander leben?», Sie zeigt auf eine sehr menschliche Weise unvereinbar scheinenden Positionen, wie sie heute in vielen Familien und Freundeskreisen für Dissens und Konflikte sorgen.

In der Rolle des „Richard“ kehrt Gustav Peter Wöhler nach dem furiosen „Jonathan Peachum“ in der umjubelten „Dreigroschenoper“ von Leonhard Koppelmann und Peter Jordan zurück auf die St. Pauli Bühne. Seine Partnerin wird Nadja Petri sein, in der „Dreigroschenoper“ die Spelunken-Jenny und zuletzt zu sehen als Reedersgattin in der „Carmen von St. Pauli“ und als charmante Selbstmörderin „Claire“ in „1h22 vor dem Ende″.

Mit großzügiger Unterstützung durch die Hapag-Lloyd Stiftung

Mit Nadja Petri und Gustav Peter Wöhler

Regie Ulrich Waller | Bühne: Raimund Bauer | Kostüme: Ilse Welter

Termine

Voraufführungen: 7. und 8. April 2026

Premiere: 9. April 2026

Weitere Termine: 10. bis 16. April, 28. -30. April und 2. bis 7. Juni 2026

Beginn:  19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr

Preise

7. und 8. April: 39,90 € auf allen Plätzen

Sonntag bis Donnerstag: 19 € bis 54 €

Freitag und Samstag: 22 € bis 59 €

Schüler/innen, Studierende und Auszubildende: 50 % des Kartennettopreises

Dauer

ca. 1 Stunde und 25 Minuten, keine Pause

Kartenzum Spielplan

Ein Gespräch mit Autorin Lot Vekemans über «Blind».

Mit BLIND haben Sie wieder ein Stück vorgelegt, das elementare Fragen des menschlichen Miteinanders verhan­delt. Könnte man sagen, das ist Ihr Lebensthema?
Ich interessiere mich stets für die Frage, wie wir uns zueinander verhalten und wie wir mit den großen Emotionen umgehen, die uns begegnen, wenn wir miteinander oder mit dem Leben in Konflikt geraten. «Blind» handelt für mich im Kern von der Frage, wie man zusammenleben soll, wenn man weit voneinander entfernt ist. Versucht man sich anzunähern, zu verstehen oder geht man sich so weit wie möglich aus dem Weg? Wie neugierig sind wir aufeinander? Ist man in der Lage, sich über die eigenen Überzeugungen hin­wegzusetzen? Oder schließt man sich in seiner eigenen Blase ein, wo es sich angenehm leben lässt? Natürlich geht es dabei eigentlich um Angst. Wir wollen uns sicher fühlen und verwechseln Sicherheit mit «Bewachtsein». Doch was macht der ganze Schutz, mit dem wir uns umgeben: Schließt er etwas Uner­wünschtes aus oder schließt man sich eigentlich selbst ein? Das ist eine Frage, mit der ich mich schon länger beschäftige. In «Blind» prallen zwei Weltbilder aufeinander. Zwei Welten, die sich nicht annähern wollen, es jedoch an einem bestimmten Punkt müssen. Was passiert, wenn man sich gegenseitig nicht mehr ausweichen kann, wenn alle tatsächlichen und bildlichen Zäune nicht mehr funktionieren?

Vater und Tochter blicken mit großem Unverständnis für die jeweilige Le­bensführung aufeinander. Geht es Ihnen um den großen Konflikt zwischen den Generationen im Allgemeinen? Oder ist dieser Vater-Tochter-Konflikt vor allem als ein individueller zu lesen?

Ich glaube, viele Menschen erkennen darin auch einen Generationenkon­flikt, in dem die Älteren vor allem einen Status Quo aufrechterhalten und die Jüngeren die Welt verändern wollen. Es ist unmissverständlich auch ein Vater-Tochter-Stück, in dem man einem Kind begegnet, das um die Anerkennung des Elternteils kämpft. Gleichzeitig ist der Elternteil inzwischen der verletzlichere und auf Hilfe angewiesen. Während des Schreibens habe ich mich gefragt, wie lange man als Eltern für das Wohlergehen seines Kin­des verantwortlich bleibt. Und ob man als Kind an einem bestimmten Punkt verantwortlich für das Wohlergehen der Eltern ist. Ich denke, diese Fragen werden Kinder mit inzwischen betagten Eltern verstehen.

Das Stück lässt sich auch lesen als eines, das genauso in einer nahen Zukunft in Europa spielen kann, wenn sich «Gated Communities» für wohlhabende Menschen in unseren Städten weiterverbreiten und man sich vor Über­fällen durch private Securityfirmen schützen muss – oder sind wir «blind» und es ist ein Stück über das heutige Europa? Hat uns die Zukunft bereits eingeholt?
Wir leben in Europa ja bereits längere Zeit mit der Angst vor dem fremden Anderen, das wir mit aller Kraft draußen zu halten versuchen. Wir schließen zweifelhafte Verträge, um unsere Grenzen zu bewachen, alles in dem verzwei­felten Versuch, unsere privilegierte europäische Existenz zu erhalten. Wir le­ben in einer abgeschotteten Welt, die sich nur zu ihren eigenen Bedingungen verändern will. Aber Veränderung lässt sich nicht vorschreiben. Veränderung kann man nicht über bekannte, ausgetretene Pfade lenken. Veränderung fin­det statt, sie kümmert sich nicht um Grenzen, die wir krampfhaft zu bewa­chen versuchen. In diesem Sinne spielt «Blind» auch schon bei uns. Es würde mich nicht wundern, wenn in zehn oder fünfzehn Jahren auch in Westeuropa überall «Gated Communities» entstünden. Ich spüre diese Angst auch in mir und gleichzeitig spüre ich die dringende Notwendigkeit, mich zu öffnen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der die Neugierde auf das Gegenüber größer ist als die Angst voreinander.

In Ihren Werken, Theaterstücke wie Ihre Ro­mane, gibt es am Ende immer ein kleines Licht, das Hoffnung auf eine bessere Zukunft verspricht, auf Verständigung. Brauchen wir Hoffnung, um das Leben ertragen zu können?
Ich glaube, wir brauchen Perspektiven, die Ausgänge zeigen. Das ist für mich etwas Anderes als Hoffnung. In meiner Arbeit versuche ich immer, einen sol­chen Ausgang zu zeigen, den Ausgangspunkt einer anderen Wirklichkeit, die einlädt, einen anderen Weg einzuschlagen. Ich überlasse die Verantwortung für eine solche Entscheidung immer meinen Figuren. Es liegt an ihnen, ob sie sich verändern wollen oder können. Ich gebe ihnen die Möglichkeit, mehr nicht. Das Ende in meinen Stücken ist immer offen.

Auszüge aus einem Gespräch von Lot Vekemans mit dem Residenztheater München


Olli Schulz

Olli Schulz

Allein in Deiner Stadt - Tour 2026

Endlich ist es wieder so weit. Nach vielen Jahren der Askese wagt sich Olli Schulz erneut mutterseelenallein auf die Bühne, um euch eine frisch gebrannte, undurchsichtige Tinktur aus brandneuen Songs, fragwürdigen Geschichten und halbfertigen Hirngespinsten einzugießen. Natürlich in seiner ganz eigenen, unnachahmlichen und selten vorhersehbaren Art, bei der jeder Abend ein winzig kleines Bisschen davon abhängt, in welcher Stimmung der Herr Künstler sich gerade befindet.
Freut euch auf unvergessliche Abende mit eurem Connaisseur des gepflegten Wahnsinns, Olli Schulz, der sich von der Schieflage des aktuellen Weltgeschehens gnadenlos beflügeln lässt und euch seinen ganz eigenen Blick auf diesen angeschlagenen Teller Buntes, der unser Heimatplanet ist, präsentieren wird.

Termine

10. bis 12. Mai 2026 – Ausverkauft!

Beginn: 20 Uhr

Einlass: ab 19 Uhr

Tickets

33 €, zzgl. Gebühren

Dauer

Info folgt!

Karten über Eventimzum Spielplan