Stadtteilschule am Hafen, Standort St. Pauli und St. Pauli Theater

Die Stadtteilschule am Hafen Standort St. Pauli liegt in einem von Hamburgs Problembezirken mit hohem Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund. Und sie liegt fußläufig zum St. Pauli-Theater.

Seit 2009 besteht die Zusammenarbeit und jedes Jahr wird ein Theaterprojekt mit den Schülern erarbeitet unter der professionellen Leitung der Regisseurin Dania Hohmann und ihrem Team, das aus einer Bühnenbildnerin, einer Kostümbildnerin, einem Choreographen einem musikalischen Leiter und professionellen Musikern besteht.

Nach dem „Hamlet auf St. Pauli"-Projekt 2009 und der Produktion „Die heilige Johanna von der Davidstraße" mit Schülern der Ganztags- schule St. Pauli im Rahmen der Initiative „Kultur bewegt" der Stiftung „Maritim" hat die Regisseurin Dania Hohmann und die Ganztagsschule St.Pauli mit „Othello in der Hafenstraße" 2011 ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt, dieses Mal als ein Projekt im Rahmen von Tusch. Die zweite Arbeit im Rahme von Tusch auch wieder mit der Unterstützung der Nordmetallstiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung war 2012 „Maria Stuart auf der Großen Freiheit" Die Textgrundlage war das Drama „Maria Stuart" von Schiller.

Für das Projekt 2013 wurde das Genre gewechselt: Orson Welles Radioklassiker, der erste Reality-Radio- Schocker über den Angriff der Marsianer auf die Erde aus den 30er Jahren war die Vorlage für das Schulthea- ter-Projekt.2014 kehrte Dania Hohmann zu Shakespeare zurück: „Romeo und Julia auf der Reeperbahn" Im Projekt 2015 beschäftigte sich die Truppe mit „Peer Gynt" und es wurde „Peer Gynt vom Hamburger Berg": Ibsens Drama um den notorischen Lügner „Peer Gynt" , der er sich mit seinen erfundenen Geschichten eigene Welten baut - mit Trollen und Dämonen. Im Projekt 2016 ging es um einen Kinderbuchklassiker: Alice im Wun- derland". Es ist ein Text voller Anspielungen auf die Schule, auf die Erwachsenen, eine Reise in eine phantastische Welt, in der fast alles möglich erscheint.

Dania Hohmann und ihr Team haben sich 2017 und 2018 weitere Kinderbuchklassiker vorgenommen: 2017 war es „Momo" nach Michael Ende. Mit den 11-16-jährigen Jugendlichen der Stadtteilschule am Hafen, Standort St. Pauli erkunden sie das Thema Zeit mit Szenen und Situationen aus dem Buch, mit Choreografien, und mit heutigen Popsongs. 2018 wurde „Krabat" von Otfried Preußler erarbeitet.

Die Projekte sollen Schülern der 6. -10. Klasse unter professioneller Leitung an das Theater heranführen mit dem Ziel einer Aufführung, die auf der Bühne des St. Pauli Theaters gezeigt wurde. Diese Projekte sollen den Schülern die Chance geben, eigene Stärken zu entdecken, Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich in einer ganz unge- wohnten Weise öffentlich zu präsentieren. Durch die langjährige Zusammenarbeit, ist es den Schülern möglich mehrere Jahre an der Theaterarbeit teilzunehmen und man kann bei vielen Schülern eine positive Entwicklung sehen.

Das Ziel, neue Lebensperspektiven für die Schüler zu eröffnen, wird dabei sicher erreicht, das zeigen auch die Auswertungsgespräche nach der jeweiligen Premiere in der Schule: Alle Schüler haben sich auf eine berührende Art für diese ungewöhnliche Erlebnisse bedankt und möchten fast alle an weiteren Projekten dieser Art teilnehmen.

2019 wird das neue Projekt „Don Quijote" von Miguel de Cervantes nicht mehr als Teil der Kooperation Tusch stattfinden, sondern mit der Unterstützung der Bürgerstiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung.

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