Willkommen – Ein deutscher Abend

von Franz Wittenbrink

Stückinfo

Mit Textbeiträgen von Horst Schroth, Sören Sieg, Ulrich Waller und dem Ensemble.

Wahre Kultveranstaltungen sind die Liederabende von Franz Wittenbrink. Sein Siegeszug durch die deutschsprachigen Theater begann 1995 mit „Sekretärinnen“ am Deutschen
Schauspielhaus. Er inszenierte u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Staatsschauspiel Dresden, am Theater Basel, am Thalia Theater Hamburg, am Berliner Ensemble, am
Burgtheater Wien. Mit seinen Stücken schuf er ein neues Theatergenre und avancierte damit zu „Deutschlands heimlichem Musicalkönig“ (Die Welt).

Auch in das St. Pauli Theater hat er die Zuschauer in Scharen gelockt, mit seinen Liebeserklärungen an den Kiez, die er dem Stadtteil quasi auf den Leib schneiderte. „Lust“ spielte in einer Tabledance-Bar im Morgengrauen, in der fünf hinreißende Putzfrauen dem Publikum kräftig einheizten. In „Nacht-Tankstelle“, dem Weihnachtsstück für Erwachsene, war die Tankstelle in der Taubenstraße der Schauplatz des Geschehens. Der dritte Teil widmete sich der Kult-Kneipe „Die Ritze“ und mit „Ricky – ein Boxer aus St. Pauli“ wurde der amerikanischen Hochglanz-Produktion „ROCKY“ ein Kiez-gemäßer Empfang bereitet.

Sein Erfolgsrezept: „Ich versuche Geschichten zu erzählen, denen das Publikum eher wie in einem Schauspiel folgt, wobei die Figuren, statt miteinander zu reden, halt singen.“ Das wird auch in seiner neuen Produktion „WILLKOMMEN – Ein deutscher Abend“ so sein und er widmet sich damit einem der zurzeit am meisten diskutieren Themen: dem Zustrom von inzwischen etwa 1,5 Millionen Flüchtlingen.

Im Streit um die Ansiedlung von Asylanten sollen alle Beteiligten eine Stimme bekommen, die Anhänger der Willkommenskultur, ebenso wie die Bedenkenträger, die Ängstlichen wie die Optimisten und schließlich die Geflüchteten selbst. Vom Protestsong bis zur Opernarie – alles wird benutzt, um Fragen zu klären wie: Wo kommen wir eigentlich her? Wer sind wir eigentlich? Was ist eigentlich deutsch? Und was sollen die Fremden von uns lernen? Ein musikalischer Versuch, wieder etwas Humor in die Debatte zu bringen, die unser Land fast zu spalten droht.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Victoria Fleer, Holger Dexne, Susanne Jansen, George Meyer-Goll, Rainer Piwek / Tim Grobe, Stephan Schad, Anne Weber
Musiker: Jan-Peter Klöpfel, Matthias Pogoda, Franz Wittenbrink, Mathias Weibrich
Regie: Franz Wittenbrink
Bühne: Nina von Essen / Rena Donsbach
Kostüme: Nini von Selzam
Musikalische Leitung: Franz Wittenbrink / Mathias Weibrich
Choreographie: Hakan T. Aslan

Uraufführung

14. September 2016

Pressestimmen

Die Welt: „Franz Wittenbrink gelingt am St. Pauli Theater ein ideologiefreier, berührender Abend zur Lage der Nation. Wir fühlen uns bestens unterhalten, sind nachdenklich und tief berührt.“

Hamburger Abendblatt: „Gelungene Uraufführung im St. Pauli Theater. Premierengäste feiern das überzeugende Ensemble. Liederabend-König Franz Wittenbrink wirft mit seinen Co-Autoren ein neues satirisch-musikalisches Licht auf eine polarisierte gesellschaftliche Debatte.“

Hamburger Morgenpost: „Und dass am Ende alle Parteien, die sich derzeit am lautesten zum Thema Integration äußern, vor den Kopf gestoßen werden – das macht dieses böse, toll gespielte Stück so gut…“

NDR: „Das Publikum ist von Wittenbrinks Integrationsrevue begeistert…Was auch daran liegt, dass hier großartig gespielt, und vor allem auch gesungen wird.“