DELTGEN - EN ESCHER JONG

von Frank Feitler und Kristof van Boven

Info

Einer der berühmtesten Söhne der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas Esch ist der Schauspieler René Deltgen. Er war 19, als er Luxemburg verließ, um in Köln Schauspiel zu studieren. Der „Escher Jong“ wurde schwindelerregend schnell von Publikum und Presse gefeiert. Als die Nazis die Macht übernahmen, stieg er auf in die erste deutsche  Schauspielergarde und wurde ein Liebling von Joseph Goebbels. Bei seinen Landsleuten fiel er deswegen in Ungnade und empört über seine Unterschrift unter zwei Nazi-Manifeste, die die Luxemburger zum Anschluss an Deutschland bzw. zum Eintritt in die Hitler-Jugend aufforderten, verurteilten sie ihn nach dem Krieg als Kollaborateur und bürgerten ihn aus. In Deutschland konnte er seine Karriere völlig unbelastet fortsetzen.

Die beiden auch in Deutschland erfolgreichen Luxemburger Schauspieler André Jung und Luc Feit versuchen, sich Deltgen anzunähern, sich ein Bild zu machen vom Leben eines Künstlers in der Diktatur und hinterfragen Deltgens Handeln im Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: André Jung, Luc Feit
Regie: Ulrich Waller
Ausstattung: Raimund Bauer

Eine Ko-Produktion mit: Escher Theater, Capitale Européenne de la culture Esch2022, Théâtre de la Ville de Luxembourg, St. Pauli Theater, Hamburg

Termine

Hamburg-Premiere: 1. November 2022

Weitere Vorstellungen: 2. und 3. November 2022

Beginn: 19:30 Uhr

Preise

17,90 € bis 47,90 €

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