Anatevka

basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem

Stückinfo

Der Dramatiker und Schauspieler Klaus Pohl, der lange am Schauspielhaus engagiert war und der sich mit seinen Stücken „Das alte Land“ (DEA am Thalia-Theater) und „Karate-Billy kehrt zurück“ (UA am Schauspielhaus) in Hamburg auch als Dramatiker einen Namen gemacht hat, hat für Eva Mattes ein neues Stück geschrieben.

Es erzählt von einer Migrantenfamilie aus Rumänien, die nach Hamburg gekommen ist, um hier ihr Glück zu finden. Martha (Eva Mattes) jobbt als Friseuse und abends auch noch als Putzfrau, um sich und ihre Tochter durchzubringen. Doch die, in Deutschland aufgewachsen und viel mehr angekommen als die Mutter, hat für ihr Leben ganz andere Pläne als Karriere und sich unauffällig zu integrieren. Sie will nachts Bilder sprayen, die Nächte durchmachen, tanzen, chillen.
Gerade als sie wieder mal von der Schule zu fliegen droht, lernt ihre Mutter den Versicherungsvertreter Klaus kennen, der ähnliche Probleme mit seinem Sohn hatte. Er überredet Martha ihre Tochter mit Ritalin-Pillen zur Konzentration zu zwingen und auf ein Internat zu schicken. Alles scheint plötzlich ganz einfach. Nach dem Abitur winkt ein Medizinstudium. Die Mutter glaubt sich am Ziel ihrer Wünsche und dann kommt es doch ganz anders.

Ein ergreifendes Mutter-Tochter-Drama über den Wunsch nach Zugehörigkeit in einem fremden Land und den Durst nach einem intensiven Leben – aber auch über eine Gesellschaft, in der sich dopen muss, wer mithalten und Karriere machen will. Und Eva Mattes, nach dem Ende ihres Bodensee-Tatorts, endlich wieder bei uns auf der Bühne.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Adriana Altaras, Angelika Bartsch, Victoria Fleer/ Sonja Gründemann, Heide Grübl (†), Torsten Hammann, Niels Hansen, Knut Koch, Ulrich Lenk, Marina Lubrich, Rossi Prangov-Rossi, Mario Ramos, Tim Reingruber, Anneke Schwabe/ Anika Lehmann, Mark Weigel, Gustav Peter Wöhler

Buch: Joseph Stein | Musik: Jerry Bock | Text: Sheldon Harnick
basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen

Regie: Ulrich Waller| Musikalische Leitung: Matthias Stötzel| Bühne: Götz Loepelmann | Kostüme: Marie-Therese Cramer | Choreographie: Rica Blunck

Premiere

26. März 2011

Eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Pressestimmen

„Wer das verpasst, muss meschugge sein.“ Hamburger Abendblatt

„Das Ensemble überzeugt von A bis Z. Die ganze Mischpoke ist ein Hit.“ Westdeutsche Allgemeine Zeitung