Josef Hader

HADER ON ICE

Die Veranstaltung wird nach der 2G-Regelung durchgeführt.
Für Sie als Besucher gilt Folgendes:

– Vorlage eines Coronavirus-Impfnachweises/Genesenen-Nachweises in Verbindung mit einem Lichtbildausweis
– Jugendliche bis 18 Jahren sind von der 2G-Nachweispflicht befreit
– Es besteht keine Maskenpflicht

Weitere Informationen finden Sie hier.

Stückinfo

Immer is irgendwas. Entweder die Fiaß schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg i wieder ka Luft, wenn i schneller geh. Oder i hab an Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind z’eng. Was is das bitte? – Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat’s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt’s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat’s doch früher net geb’n! Wenn die dich stechen, kriegst einen Dippel, der geht monatelang net weg! Wahrscheinlich san die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zua! Seit i nimmer aus’n Haus geh. Meine Theorie is, die Pflanzen woll’n die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen hab’n einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock’n’ Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh Photosynthese.

Termine

22. bis 25. März 2022
Beginn: 19.30 Uhr

Preise

18,90 € bis 35,40 €

Kartenzum Spielplan

Kunst

von Yasmina Reza

Stückinfo

Serge (Stephan Schad) ist ein moderner Mann und auf der Suche nach einer neuen Lebens-Ästhetik. Er hat ein Bild gekauft und präsentiert es seinen Freunden – doch die können auf dem Bild nichts erkennen. Denn das Bild zeigt auf ein Meter sechzig mal ein Meter zwanzig eine weiße Fläche, ganz weiß, mit kleinen weißen Streifen. Sein Freund Marc (Peter Jordan) versteht nicht, warum Serge für »diese Scheiße«, wie er es nennt, so viel Geld ausgegeben hat. Ist er über Nacht zum Snob geworden? Und welche gemeinsame Basis gibt es mit einem Mann, dessen Geschmacksurteil über Nacht so grundlegend ins Wanken geraten ist?

Yvan (Hans Löw) wollte seine Freunde eigentlich mit der Nachricht seiner späten Verlobung überraschen und hat genug Probleme mit den Hochzeitsvorbereitungen, die sich unerwartet kompliziert gestalten. Nun soll er, der von Natur aus Konflikten lieber aus dem Weg geht, auch noch im Kunst-Streit den Schiedsrichter spielen. Doch irgendwann platzt dem sanften Yvan der Kragen …

Von Wort zu Wort, von Pointe zu Pointe, von Boshaftigkeit zu Boshaftigkeit wird die Männerfreundschaft der drei auf eine harte Probe gestellt. Die 1994 in Paris uraufgeführte Komödie »Kunst« machte Yasmina Reza zu einer der weltweit meistgespielten Dramatikerinnen.

Schauspieler und Kreativteam

Die Kult-Inszenierung von Hans-Christoph Blumenberg

Eingerichtet von Ulrich Waller

Deutsch von Eugen Helmlé

Mit: Peter Jordan, Hans Löw und Stephan Schad

Bühnenbild: Götz Loepelmann | Kostüme: Ilse Welter

Preise

39,90 € und 59,90 €

Termine

2. bis 5. Dezember 2021
Beginn: 20.00 Uhr

Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

„Die perfekt eingespielten Charakterkomödianten wurden vom Premierenpublikum begeistert gefeiert.“ Hamburger Abendblatt

„Peter Jordan, Hans Löw und Stephan Schad laufen zur persönlichen Bestform auf!“ Hamburger Morgenpost

BARBARA AUER UND WALTER SITTLER lesen

„Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf

Stückinfo

„Unsere Seelen bei Nacht“ – nach dem Roman von Kent Haruf – ist ein ergreifender, glaubhaft verkörperter Dialog zwischen zwei einsam gewordenen Menschen und den Auswegen, die sie aus ihrer Isolation suchen und finden, und zwar gegen alle gesellschaftlichen Konventionen.

Barbara Auer, 1959 in Konstanz geboren und Walter Sittler, 1952 in Chicago, gehören zu den renommiertesten, mit Filmpreisen überhäuften Akteuren im deutschsprachigen Raum. Umso verwunderlicher ist es, dass sie bisher nie gemeinsam auf der Bühne gestanden oder zusammen in einer TV-Produktion mitgewirkt haben.

Sieht man die beiden, muss man zur Vermutung kommen, dass sie seit jeher nichts anderes getan haben, als sich durch Worte, Gestik und Mimik so kongenial zu verstehen und ergänzen, als wäre es niemals anders vorstellbar gewesen.

Freuen Sie sich auf einen tollen, ein Herzen erwärmenden Abend!

Mit

Barbara Auer und Walter Sittler

Termine

16. November 2021, 19.30 Uhr

Preise

28,90 € und 38,90 €

Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.

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Kartenzum Spielplan

Komödie mit Banküberfall

Von den Machern von THE PLAY THAT GOES WRONG!

Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Stückinfo

1958 in einer Kleinstadt in Amerika. Der Kleinkriminelle Ruscitti bricht mit Hilfe des leichtgläubigen Wärters Cooper spektakulär aus einem Hochsicherheitsgefängnis aus, um ebenso spektakulär in eine Provinz-Bank in Minneapolis einzubrechen. Denn dort lagert für kurze Zeit der überaus wertvolle Diamant von Prinz Ludwig aus Ungarn. Der Plan spricht sich schnell herum und die Bande ist komplett. Raus aus dem Gefängnis, rein in die Bank! So zumindest der Plan. Der Taschendieb Sam verliebt sich in Caprice, die Tochter des nicht ganz lupenreinen Bankdirektors Dreimann, die neben vielen Liebhabern auch mit Rob zusammen ist, der mit ihr den Diamanten rauben will. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg voller Missverständnisse und Verwechslungen, denn der Möchtegern-Panzerknacker hat seine Rechnung ohne die Bankbelegschaft gemacht. Vom sechzigjährigen Praktikanten Slax, dem Security-Wärter Roger bis zum CIA-Agenten Shuck, der sich in die Kassiererin Monogham verliebt, geraten ihm alle in die Quere und der Raubzug ausser Kontrolle.

Bei all den Taschendieben, Trickbetrügerinnen und Wirtschaftskriminellen ist irgendwann nicht mehr klar, wer hier der Verbrecher ist. Und in wessen Tasche das Juwel am Ende landet, erst recht nicht!

«Komödie mit Banküberfall» ist ein artistisch-turbulenter Unfug à la Monty Python mit komödiantischen Seitenhieben auf Filmgenres vom Ausbrecherdrama bis zum High-Tech-Action-Movie.

Neue Termine 2022:

Voraufführungen: 6. und 7. August 2022,
Premiere: 9. August 2022

Weitere Vorstellungen:

10. August bis 18. September 2022, täglich außer montags, 19.30 Uhr, sonntags 18.30 Uhr

Preise

6. , 7. und 9. August: 19,90 € und 29,90 €

Alle weiteren Vorstellungen: 19,90 € bis 56,90 €

Dauer

Noch nicht bekannt.

Kartenzum Spielplan

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Flavio Dal Molin, Sabina Deutsch, Lavdrim Xhemaili, Eric Hättenschwiler,
Rachele Pedrocchi, Fabio Romano, Jendrik Sigwart, Kaspar Weiss, Peter Zgraggen sowie Mareen Beutler, Roman Fischer, Markus Ludstock u.a.

(The Comedy about a Bank Robbery) Von Henry Lewis, Jonathan Sayer & Henry Shields

Deutsch von Maria Harpner & Anatol Preissler

Regie: Dominik Flaschka | Bühne & Lichtdesign: Simon Schmidmeister
Kostüme: Kathrin Kündig | Musikalische Umsetzung: Adrian Stern
Movement Coach: Jonathan Huor

Eine Koproduktion mit der Shake Company und dem Theater am Hechtplatz, Zürich

Tim Fischer inICH BIN DIE LEANDER - ZARAH AUF PROBE -

von Ulrich Heissig und Tim Fischer

Stückinfo

30 Jahre nach seinem begeisternden Programm „Zarah ohne Kleid“ nähert sich der begnadete Sänger und Schauspieler Tim Fischer ein weiteres Mal der UFA-Ikone Zarah Leander. Dieses Mal wird er sich auch optisch ganz und gar in die umjubelte wie umstrittene schwedische Sängerin und Schauspielerin verwandeln, deren Todestag sich im Juni zum 40. Mal jährt.

„Ich bin die Leander – Zarah auf Probe“ heißt der Abend, zu dem Tim Fischer selbst und der Kabarettist und Autor Ulrich Heissig das Buch geschrieben haben, und das neben den großen Hits der Leander, wie „Kann denn Liebe Sünde sein?“, „Ich steh im Regen“ oder „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh´n“ viele heute fast vergessene Lieder vorstellen wird.

Rahmenhandlung ist eine fiktive Probe in Hamburg im Jahr 1948, die Vorbereitung zu ihrer Comeback-Tournee nach über fünf Jahren Zwangspause, in denen sie wegen ihrer Karriere im Dritten Reich auch in ihrer schwedischen Heimat nicht auftreten durfte. Zusammen mit vier Musikern arbeitet sie sich durch ihr Repertoire, probiert mögliche Conférencen und erzählt von ihren Erfolgen und Niederlagen. Dabei verschweigt sie auch ihre Begegnungen mit Nazigrößen wie Joseph Goebbels und Adolf Hitler nicht.

Im Zentrum stehen natürlich die Lieder der legendären Diva, die mit ihrer einmaligen Mischung aus Sehnsucht und scharfem Wortwitz von niemandem so kongenial interpretiert werden wie von Tim Fischer.

Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.

Weitere Informationen finden Sie hier 

Mit

Tim Fischer

Band: Oliver Potratz (Kontrabass), Mathias Weibrich (Piano), Bernd Oezsevim (Schlagzeug), Hauke Renken (Vibraphon)

Kreativteam

Buch: Ulrich Heissig und Tim Fischer
Musikalische Leitung: Oliver Potratz | eingerichtet von: Dania Hohmann | Bühne: Georg&Paul | Kostüme: Ilse Welter

Bitte beachten Sie, dass aus technischen Gründen nicht alle tatsächlich buchbaren Plätze im Online-Saalplan abgebildet werden können.
Auch wenn online keine Plätze mehr verfügbar sind, können Sie Restkarten telefonisch bei unserer Tickethotline reservieren > 040 4711 06 66

Termine:

17. bis 21. November, 23. und 24. November 2021, jew. 20 Uhr

Preise

34,90 € und 44,90 €

Dauer der Vorstellung

75 Minuten, keine Pause

Uraufführung am 11. Juni 2021

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

Humor, Drama, Klasse – Tim Fischer brilliert als Filmdiva
Der szenische Liederabend „Ich bin die Leander – Zarah auf Probe“ im St. Pauli Theater ist ein Wunder, von dem man nicht genug kriegen kann.
Tim Fischer gelingt eine sehr eigene, kluge Interpretation der berühmt-berüchtigten Filmdiva.   Hamburger Abendblatt

Einfach umwerfend: Tim Fischer gibt die Zarah Leander im Kleid!
Chansonnier Tim Fischer verkörpert die Diva mit umwerfender Überzeugungskraft
Es ist einfach die Rolle seines Lebens.    Hamburger Morgenpost

Tim Fischer zeigt in seiner Verbeugung vor Zarah Leander alles, was diese widersprüchliche Frau ausmacht: die Stimme, das rollende „r“, die Naivität, die Arroganz, die Gleichgültigkeit, die Zerbrechlichkeit. Ein wunderbarer Abend.
NDR 90,3

Große Stimme, große Songs! Amüsant und mitreißend!    NDR HH Journal

Das dürfen Sie nicht verpassen: Die Zarah ist auferstanden, die Leander.
Posthum in voller Größe.
Regisseurin Dania Hohmann inszeniert einen fiktiven Probenabend mit der wechselhaften Diva als Protagonistin der Zeitgeschichte spielerisch als Wechselbad
der Gefühle – in anderthalb Stunden, die wie im Flug vergehen mit Tim Fischer als fantastisch gereiftem Sänger der sich ihre Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsschlager
imitierend zu eigen macht und als Schauspieler durch und durch glaubhaft als schwedische Diva mal glänzt, mal dreist erschüttert.
Jeder wohlbekannte Hit bringt innere Saiten zum Schwingen, von „Nur nicht aus Liebe weinen“ bis zu „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ und
„Davon geht die Welt nicht unter“. Zu den großen Schlagern kommt eine Handvoll eher unbekannter Lieder, die das musikalisch wie menschlich berührende Programm
mit einem überragenden Tim Fischer ergänzend abrunden.   Die Welt

Ulrich Tukur & Christian Redl

Vom Zauber einer verwehenden Sprache
Deutsche Gedichte und Balladen

Auch im St. Pauli Theater finden zum Schutz Ihrer Gesundheit selbstverständlich alle Vorstellungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus statt.

Weitere Informationen finden Sie hier 

Stückinfo

Die Sprachkünstler Ulrich Tukur und Christian Redl wollen in einer Zeit zunehmender Zerstörung der Sprache und gleichzeitiger visueller Überreizung nochmal an die Anfänge, an den Ursprung von Theater erinnern: Den Text, die Sprache mit der man eine gute Geschichte erzählt. Neben ihren Lieblingsgedichten haben sie sich dazu eine zu Unrecht fast in Vergessenheit geratene Form ausgesucht: Die Ballade. Den meistens nur noch als quälende Erinnerung aus dem Deutschunterricht bekannt.

Aber wie der Kriminalroman lebt sie von Spannungsmomenten und Knalleffekten. Und wie in diesem verwandten Genre geht es immer um Mord, Ehebruch, Verführung, Kindsmord und unerwiderter Liebe, wie schon Friedrich Schiller, selbst ein begeisterter Balladenschreiber bemerkte.

Oft sind ganz volkstümliche Geschichten von Mord und Todschlag, Spukerscheinungen oder Liebe und Untreue die Quelle. Sie beschreiben immer wieder den Konflikt des Einzelnen mit der Gesellschaft und stellen die ewigen Fragen nach Gerechtigkeit, Schicksal und Schuld. Aber, wenn man genau liest und ein wenig gegen den Strich der gereimten Oberfläche, findet man die Nähe zum Bänkelsang, zu Komik und Kolportage, Sex und Crime. Wie eine alte Boulevard-Zeitung auf literarisch höchstem Niveau.

Nur mit ihrer Stimme und ihrer Mimik zaubern Tukur und Redl mit Texten von Goethe über Fontane bis zu Brecht phantastische Welten auf die Bühne, die, weil es immer um Schicksale von Menschen geht, tief berühren.

Mit

Ulrich Tukur und Christian Redl

Am Klavier: Olena Kushpler

Eingerichtet von: Ulrich Waller

Termin:

20. Dezember 2021 um 20.00 Uhr

Preise

38,90 € und 48,90 €

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

„Wer bei Lyrik an knochentrockenen und quälenden Deutschunterricht denkt, liegt völlig falsch. Redl und Tukur präsentieren die Balladen spannungsgeladen wie Abenteuergeschichten. Ein starker, melancholischer, witziger Abend.“
Hamburger Abendblatt

„Redl und Tukur zeigen, mal frei rezitierend, mal vom Blatt gelesen, wie spannend, wie aufwühlend und wie lustig deutsche Sprache in Versen sein kann. 1 ½ Stunden voller Emotionen. Zum Schluss ein begeistertes Publikum und Goethes Erlkönig als Zugabe – mehr geht nicht, ein wunderbarer Abend!“
NDR 90,3

Monsieur Claude 2

Immer für eine Überraschung gut

Stückinfo

Er ist wieder da: der so herrlich politisch inkorrekte französische Spießer Claude Verneuil und seine Frau Marie. Was mussten sie im ersten Teil „Monsieur Claude und seine Töchter“ nicht alles über sich ergehen lassen?! Beschneidungsrituale, Truthahn halal und nicht zuletzt die Koffis von der Elfenbeinküste.
Doch seit den vier maximal multikulturellen Hochzeiten ihrer Töchter sind die beiden richtige Meister in der Integration. Sie haben es vor Corona sogar noch geschafft – wie versprochen – allen Heimatländern der Schwiegereltern ihrer Töchter einen Besuch abzustatten. Das hindert sie aber nicht, es immer noch zu Hause am schönsten zu finden.
Doch diesmal haben sie die Rechnung ohne ihre Schwiegersöhne gemacht. Nachdem ein kommerzielles Gemeinschaftsprojekt der Schwager gescheitert ist, wollen die alle nur noch weg. Obwohl in Frankreich geboren, fühlen sie sich durch Alltagsrassismus und Antisemitismus zunehmend ausgegrenzt in diesem von ihnen als zu konservativ empfundenen Land. Immer wieder nur auf den Migrationshintergrund reduziert zu werden ist für sie keine Perspektive. Und ihre Frauen sind bereit, ihnen mit Kind und Kegel zu folgen. Corona hatte diese Entscheidungen nur herausgezögert.
Allerhöchste Zeit für Claude und Marie zu handeln, wenn sie die Familie zusammenhalten wollen. Sie setzen alles in Bewegung, um ihre Schwiegersöhne zum Bleiben zu bewegen und werden dabei plötzlich zu schlitzohrigen Patrioten in völkerfreundschaftlicher Mission.
Wie schon der erste Teil ist auch die Fortsetzung eine amüsante Familienaufstellung, die fast märchenhaft die verschiedensten Ethnien und Religionen miteinander vereint. Wieder wird das multikulturelle Selbstverständnis Frankreichs satirisch auf den Prüfstand gestellt und es gibt fast kein Vorurteil, das dabei nicht auf den Tisch kommt. Dass Lachen immer noch die beste Methode ist, diese zu überwinden, zeigt auch „Monsieur Claude 2“ auf ganz charmante Weise mit einer erneut zur Hochform auflaufenden Titelfigur, wieder gespielt von Michael Prelle. Und wie der Untertitel verrät, ist er auch noch für manche Überraschung gut

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Patrick Abozen, Holger Dexne, Hannah Rebekka Ehlers, Victoria Fleer, Patrick Heyn, Eddie Jordan, Knut Koch, Marina Lubrich, Sarah Masuch, Andrés Mendez, Michael Prelle, Cornelia Schirmer / Ilona Schulz, Anneke Schwabe / Alice Hanimyan, Martin Wolf

Regie: Ulrich Waller | Bühne: Nina von Essen | Kostüme: Ilse Welter

Komödie nach dem gleichnamigen Film von Philippe de Chauveron und Guy Laurent

Theaterfassung von Stefan Zimmermann

Termine

Voraufführung: 28. September 2021, 19.30 Uhr
Deutsche Erstaufführung/Premiere: 29. September

Weitere Vorstellungen:

3. , 5. bis 9. Oktober, 12. bis 16. Oktober, 19. bis 24. Oktober, 26., 27. und 29. bis 30. Oktober sowie 2. bis 6. November 2021,

Beginn
dienstags bis samstags jew. 19.30 Uhr, sonntags 18 Uhr

Preise

28. und 29. September: 29,90 € und 34,90
Sonntag bis Donnerstag: 19,90 € bis 56,90 €
Freitag und Samstag: 29,90 € bis 62,90 €

Dauer

110 Minuten
Keine Pause

Kartenzum Spielplan

Pressestimmen

„Mit komödiantischer Kraft stürzt sich das Ensemble in ein köstliches Spiel mit Klischees. Heraus kommt, in der elegant leichtfüßigen Inszenierung von Ulrich Waller, ein höchst unterhaltsames Plädoyer für Toleranz und Respekt. Ein hinreißendes Vergnügen, mit Riesenapplaus gefeiert.   Hamburger Morgenpost

„Das St. Pauli Theater zeigt eine sehr charmante Geschichte, die aktueller kaum sein kann. Inszeniert als temporeiche Farce mit schnellen Schnitten sorgt es für beste Unterhaltung… Ein Glückscocktail wird da auf der Bühne angerührt, mit dem sich das Publikum wie befreit fühlte.“   NDR 90,3

„Die Wohlfühl-Komödie mit Kultur-Clash-Thematik funktioniert gut und nimmt so manch rasante Kurve vor dem saftigen Happy-End.“   Hamburger Abendblatt

„Eine launige Inszenierung mit einem tollen Ensemble.“   SAT 1

„Die Aufführung schafft es selbstironisch und humorvoll aktuelle Themen einzubauen und zu hinterfragen. Gesellschaftskritisch nimmt uns das Ensemble mit dem herrlichen Michael Prelle als Monsieur Claude mit auf eine multikulturelle Reise in völkerfreundlicher Mission.“   NDR-Hamburg-Journal

„Jede Menge Spaß.“   HH-1

Love Letters

von A. R. Gurney

Stückinfo

„Love Letters“, das berühmte Briefroman-Drama, ist eine unserer Reflektionen auf die Corona-Zeit mit all ihren Einschränkungen, auch im Theater.

Eva Mattes und Volker Lechtenbrink, zwei der profiliertesten Schauspieler und Sprecher im deutschsprachigen Theater, lesen Briefe einer unerfüllten Liebe und laden den Zuschauer ein zu einer Achterbahnfahrt  –  mitreißend, leidenschaftlich, lustig und tieftraurig. Ganz großes Kopfkino.

Wie zwei Königskinder mögen sie sich, lieben sich – und kommen doch nie zusammen. Seit ihrer Kindheit schreiben sich Melissa und Andy Liebesbriefe. Aus einer anfangs unschuldigen Liebe wird Freundschaft, dann eine innige Beziehung fürs Leben. Aber sie bleibt platonisch. Eine Liebe ohne Leib, schriftlich manifestiert auf dem Papier, in Abwesenheit des geliebten Anderen.

Die tatsächlichen Begegnungen verlaufen dagegen enttäuschend. Die Liebe wird immer unmöglicher. Exzessive Abenteuer am Abgrund kontra Korrektheit und Verantwortung in der Öffentlichkeit, verkrachte Künstler-Existenz kontra erfolgreicher Politik-Aufsteiger.

Beide bleiben verhaftet in ihren familiären Prägungen, sie sind das Produkt ihrer Geschichte, sie können nicht wirklich frei werden, auch wenn Melissa manchmal wie eine Vorkämpferin der Frauen-Emanzipation erscheint. Und trotzdem bricht ihre Korrespondenz nie ab.

Was ein kitschiges Melodram sein könnte, verwandeln Eva Mattes und Volker Lechtenbrink in diesem Theater der Stimmen und der Mimik zu einem berührenden großen Bilderbogen der Gefühle.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Eva Mattes und Volker Lechtenbrink

Regie: Ulrich Waller

Deutsch von: Inge Greiffenhagen und Daniel Karasek

Premiere

3. Oktober 2020

Dauer

ca. 85 Minuten, ohne Pause

Pressestimmen

Langanhaltenden Schlussapplaus der Premieren-Besucher Dank pointierter Lesetechnik und Ausdruckskraft erfüllen die beiden Schauspieler die Briefe einer unerfüllten Liebe immer wieder neu mit Leben. Manchmal spielen, vielmehr lesen sie regelrecht Pingpong.   Hamburger Abendblatt

Ohne Berührungen berührend!
Mit dem Broadway-Hit von A.R. Gurney feierten am St. Pauli Theater die
TV- und Bühnenstars eine gelungene Premiere. Gebannt folgt das Publikum dem Schauspieler-Duo in seiner szenischen Lesung (Regie: Ulrich Waller) durch die Höhen und Tiefen einer schwierigen Beziehung.   Hamburger Morgenpost

Vom Zauber einer verwehenden Sprache

Deutsche Gedichte und Balladen
Mit Ulrich Tukur und Christian Redl

Stückinfo

Die Sprachkünstler Ulrich Tukur und Christian Redl wollen in einer Zeit zunehmender Zerstörung der Sprache und gleichzeitiger visueller Überreizung nochmal an die Anfänge, an den Ursprung von Theater erinnern: Den Text, die Sprache mit der man eine gute Geschichte erzählt. Neben ihren Lieblingsgedichten haben sie sich dazu eine zu Unrecht fast in Vergessenheit geratene Form ausgesucht: Die Ballade. Den meistens nur noch als quälende Erinnerung aus dem Deutschunterricht bekannt.

Aber wie der Kriminalroman lebt sie von Spannungsmomenten und Knalleffekten. Und wie in diesem verwandten Genre geht es immer um Mord, Ehebruch, Verführung, Kindsmord und unerwiderter Liebe, wie schon Friedrich Schiller, selbst ein begeisterter Balladenschreiber bemerkte.

Oft sind ganz volkstümliche Geschichten von Mord und Todschlag, Spukerscheinungen oder Liebe und Untreue die Quelle. Sie beschreiben immer wieder den Konflikt des Einzelnen mit der Gesellschaft und stellen die ewigen Fragen nach Gerechtigkeit, Schicksal und Schuld. Aber, wenn man genau liest und ein wenig gegen den Strich der gereimten Oberfläche, findet man die Nähe zum Bänkelsang, zu Komik und Kolportage, Sex und Crime. Wie eine alte Boulevard-Zeitung auf literarisch höchstem Niveau.

Nur mit ihrer Stimme und ihrer Mimik zaubern Tukur und Redl mit Texten von Goethe über Fontane bis zu Brecht phantastische Welten auf die Bühne, die, weil es immer um Schicksale von Menschen geht, tief berühren.

Mit

Ulrich Tukur und Christian Redl

Am Klavier: Olena Kushpler

Eingerichtet von: Ulrich Waller

Premiere

26. September 2020

Dauer der Vorstellung

70 Minuten, keine Pause

Pressestimmen

„Wer bei Lyrik an knochentrockenen und quälenden Deutschunterricht denkt, liegt völlig falsch. Redl und Tukur präsentieren die Balladen spannungsgeladen wie Abenteuergeschichten. Ein starker, melancholischer, witziger Abend.“
Hamburger Abendblatt

„Redl und Tukur zeigen, mal frei rezitierend, mal vom Blatt gelesen, wie spannend, wie aufwühlend und wie lustig deutsche Sprache in Versen sein kann. 1 ½ Stunden voller Emotionen. Zum Schluss ein begeistertes Publikum und Goethes Erlkönig als Zugabe – mehr geht nicht, ein wunderbarer Abend!“
NDR 90,3

Sehnsuchtsmädchen

Auf den Spuren von Jean Seberg

Stückinfo

Ein musikalisch-szenisches Portrait mit Musik von Nina Simone und Juliette Gréco
von Dania Hohmann und Anneke Schwabe

Sie war ein Idol des Kinos der 50er und 60er Jahre wie Marylin Monroe oder Romy Schneider. Ihre Karriere begann sie als Siebzehnjährige mit der Jeanne d`Arc in Otto Premingers Filmadaption des Stückes von George Bernhard Shaw. Mit „Bonjour Tristesse“ und Godards „Außer Atem“ wurde sie das Gesicht der Nouvelle Vague und gleichzeitig eine Stilikone. Seberg verkörperte einen völlig neuen, selbstbewussten Frauentyp.

Als sie sich für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung zu interessieren begann, sich gegen den Vietnam-Krieg engagierte und mit der Black Panther-Bewegung sympathisierte, die sie eine Zeit lang mehr als nur finanziell unterstützte, wurde sie, die aus einer gut behüteten bürgerlichen Familie des mittleres Westens stammte, in den USA zur Staatsfeindin. Das FBI inszenierte eine regelrechte und letztendlich auch erfolgreiche Schmutzkampagne gegen sie, um ihre Karriere zu zerstören.

Die Umstände ihres Todes sind bis heute ungeklärt. Anfang September 1979 wurde sie, nur mit einer Decke bekleidet, mit fast 8% Alkohol im Blut, tot in einem Auto in Paris gefunden. Sie, die jede Nacktszene in einem Film verweigert hatte. Und noch immer halten sich Gerüchte, dass das FBI bei ihrem Tod die Hand im Spiel hatte. Trotz ihres ausschweifenden und gefährdeten Lebens steht sie bis heute für ein anderes offeneres Amerika, als das der konservativen, weißen Mittelschicht, die das Bild des Landes
bis in die 70er Jahre prägte und das gerade mit Donald Trump seine Wiederauferstehung feiert.

Der Abend will mit Hilfe von Interviews, Briefen, FBI-Akten, Gedichten und Songs der Zeit, von Juliette Greco und vor allem Nina Simone, die mit ihrer privaten Geschichte und ihren Texten wie eine Seelenverwandte Sebergs erscheint, sich auf die Spurensuche nach dieser ungewöhnlichen Frau begeben.

Schauspieler und Kreativteam

Mit: Anneke Schwabe

Regie: Dania Hohmann | Regiemitarbeit: Alexander Fahima | Bühne: Georg&Paul | Kostüme: Susann Günther | Musik-Arrangements: Manuel Weber | Dramaturgie: Ulrich Waller

Uraufführung

20. Mai 2017 bei den Ruhfestspielen Recklinghausen

Dauer

1 Stunde 20 Minuten – keine Pause

Pressestimmen

Das musikalisch-szenische Portrait „Sehnsuchtsmädchen“ von Dania Hohmann dokumentiert das Leben der Jean Seberg – aber es ist viel mehr als eine Dokumentation. Die an diesem Abend wunderbar zerbrechlich und zart wie furchtbar aufgebracht spielende Anneke Schwabe baut aus den Fakten ein Personengerüst auf, aus den Liedern eine Seele.
RECKLINGHAUSEN ZEITUNG

Diese Inszenierung von Dania Hohmann, in der Anneke Schwabe überzeugend von einer Gefühlsachterbahn auf die nächste aufspringt, kann stellvertretend für eine wichtige Thematik gesehen werden. Es geht  um die Frage, wie stark die Persönlichkeitsentwicklung durch das Umfeld ge- oder gar verformt werden kann. Nicht nur bei Personen des öffentlichen Lebens, sondern bei jedermann und, wie wir sehen, bei jeder Frau.
LUXEMBURGER TAGBLATT

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